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…und wenn es einen Spiegel gehabt hätte, hätte es ein kleines Mädchen mit zerrissener Kleidung gesehen. Es hätte seine schwarzen Haare voller Dreck gesehen, es hätte seine Augen ohne Ausdruck starren gesehen, es hätte seinen Mund gesehen, der nie wieder Kraft zum Lächeln gehabt hätte. Es hätte all die Kratzer und Wunden und Verletzungen gesehen…

Doch es hatte nichts, denn es war Krieg.

 

 

Ein kleines Mädchen lief dort über den Platz, bis es vor einem anderen Mädchen stehen blieb.

Das kleine Mädchen sagte: „Schwester, ich liebe dich!“           und eine Träne blieb auf ihrer Wange sitzen.

Doch die Schwester starrte nur auf einen Punkt, der nirgendwo war. Die Schwester hörte sie nicht. Die Schwester sagte nichts – und sie würde auch nie wieder etwas sagen, _denn sie war tot...

- im Krieg gestorben -

 

           Das Mädchen drehte sich um,

                       ein letzter Blick,

           dann lief es weg, es weinte, doch

STUMM

 

 

Ein kleines Mädchen lief dort an der Straße entlang, bis es vor einer Frau stehen blieb.

Das kleine Mädchen sagte: „Mutter, ich liebe dich!“    und wieder hockten Tränen auf ihrem Gesicht.

Die Frau sah in den Himmel, sie sah das Mädchen nicht, sie hörte das Mädchen nicht, und die Mutter sagte nichts – und sie würde nie wieder etwas sagen _ denn sie war tot...

- im Krieg gestorben -

 

Das Mädchen schenkte ihr

einen letzten Blick,

                                   dann rannte es fort, es weinte, doch

            STUMM

                                  

 

Ein kleines Mädchen rannte dort die Gasse entlang, bis es vor einem Mann inne hielt.

Er war aufrecht, doch sein Körper hatte keine Haltung mehr.

Das kleine Mädchen sagte: „Vater, ich liebe dich!“                  und

es bremste keinen Tränenstrom.

Der Mann blickte nach unten, er sah sie nicht, er hörte sie nicht, er sagte nichts – und er würde nie wieder etwas sagen _ denn er war tot...

- im Krieg erhangen -

 

Das Mädchen schniefte,

  und lief langsam weiter

           Ein letzter Blick,

es weinte, doch

STUMM

 

 

Ein kleines Mädchen lief langsam durch die Gasse dort.

Es versuchte sich zu orientieren, doch wie,

wenn alles zerstört ist?

 

 

Ein kleines Mädchen lief langsam dort durch Straßen  Gassen  Trümmer  über Plätze.

Doch deren Anblick war grausam.

Gerade ging es um die Ecke und überstieg, wie so oft, herrenlose Steine, da sah es wieder eine Gasse, links und rechts aufgehängte Männer, tote Kinder in Hauseingängen, blutende Frauen lagen quer auf der Straße, schuldlose Menschen, Alte – tot..

- im Krieg gestorben -

 

 

Das kleine Mädchen fand einen alten Mann, er lebte, doch hatte er nur noch ein Bein. Er erlitt schwere Kopfverletzungen, und er blutete aus vielen Wunden. 

Es ging auf ihn zu. Er schrie vor Schmerz, doch er war der einzige, der hier noch Laute von sich gab. Von fern war nur noch das Rattern der Maschinengewehre und der Aufprall von Bomben zu hören, sonst war es

STILL

 

 

Das kleine Mädchen gab ihm ihre Decke,

die sie als einziges noch wärmte.

Der Mann sah sie an, er sagte nichts, und

er hörte auch auf zu schreien,

           er sah sie nur an…

 

Das Mädchen ging. Es trug nur noch ein

zerlumptes Stück Stoff um die Schultern…

        und es lief weiter…

                       dann rannte es, es

glaubte zu wissen,

                       wo es sich befand…

 

 

Ein kleines Mädchen nicht älter als fünf stand vor seinem Elternhaus.

Langsam und leise stieg es die Stufen bis zur Wohnung hinauf.

Es öffnete die Tür

           Es hörte einen Schuss

          

           Dann hörte sie gar nichts

mehr _ und sie sollte auch

nie wieder etwas hören_

 

 

 

 Ein kleines Mädchen nicht älter als fünf

 Starrte in die Luft, sah nichts mehr,

 hörte nichts mehr, sagte nichts mehr,

 fühlte nichts mehr…

 

Ihre Wangen mit Dreck beschmiert,

  und ihre letzten Erinnerungen voller

  Blut

                        

Und nun war es tot_

- im Krieg gestorben -

 

 

 

 

Ein Soldat nicht älter als siebzehn hatte es erschossen.

Doch seine Wangen wiesen keine Tränenspuren auf.

Sein Blick war auch starr, doch nicht vor Trauer oder

Schmerz.

Sein Blick war nicht leer, sondern voller

HASS

Und es rührte ihn nicht,

der Anblick eines toten

 kleinen Mädchens

ohne                          SCHULD.

 

 

Er blieb eisern, und sollte noch viele

Kinder

MORDEN.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

           Ihr Menschen da draußen

Seid froh, wenn ihr lebt,

in Frieden!

 

 

Ihr Menschen da draußen

Nehmt euch nur einen

Augenblick Zeit, und denkt

nach –

Wie viel Blut ist durch Ge-

walt geflossen?

 

 

Ihr Menschen da draußen

Nehmt euch nur einen

Augenblick Zeit, und denkt

nach –

Wolltet ihr je soviel Blut

vergießen?

 

 

Ihr Menschen da draußen

Seid froh, wenn ihr zeigen

könnt, wenn ihr beweisen

könnt, dass der Mensch auch

friedlich ist.

 

 

 

Und… Ihr Menschen da draußen

Seid froh, wenn ihr ohne
solchen HASS und solche

          TRAUER

Leben dürft,

 

UND GEBT DENEN EURE LIEBE, DIE SIE            BRAUCHEN       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.2.07 13:29
 


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